| Amnesty international Jahresbericht 2006. von
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Ein verbindliches Bekenntnis zu den Menschenrechten
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Alle meine Rezensionen ansehen (HALL OF FAME REZENSENT) (TOP 50 REZENSENT) (REAL NAME) Rezension bezieht sich auf: Amnesty international Jahresbericht 2006. (Broschiert) Der Schutz der Menschenrechte ist ein Thema mit Tiefgang und weit reichenden Folgen und Vorarbeiten. Amnesty International hat es sich seit Jahren zur Aufgabe gemacht Verstöße gegen die Internationalen Menschenrechte anzuprangern und damit öffentlich zu machen.
Wir sollten alle nicht vergessen: Guantánamo existiert immer noch, Länder wie Ägypten oder Jordanien nehmen seit Jahren terrorverdächtige Personen ohne Anklageerhebung oder Gerichtsverfahren in Haft. Letztes Jahr wurde durch die Presse bekannt, dass die CIA illegale Gefangenentransfers über europäische Flughäfen abgewickelt hat. Doch auch Deutschland ist im Blickpunkt von ai: das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge hat im Jahr 2005 etwa 11.000 Menschen den dringend benötigten Flüchtlingsstatus aberkannt und diese zum Teil bereits abgeschoben, die noch übrig gebliebenen leben in täglicher Furcht vor dieser Abschiebung. Die meisten Betroffenen stammen aus Kriegs- und Krisengebieten wie dem Irak, Afghanistan oder dem Kosovo. Die Prüfung eines jeden Einzelfalls wäre durchaus angebracht, bevor man sich zu Massenabschiebungen entschließt. Wen man ins Land hinein lässt, den sollte man nicht ohne eingehende Prüfung einfach wieder abschieben.
Amnesty International berichtet für den Zeitraum vom 01. Januar bis 31. Dezember 2005 Menschenrechtsverletzungen in 150 Ländern. Für 104 Staaten hat ai Kenntnisse erhalten, dass Sicherheitskräfte, Polizisten oder andere Staatsangestellte Menschen gefoltert und misshandelt haben. In 53 Ländern wurden Menschen zum Tode verurteilt, in 22 Ländern wurden mindestens 2.148 Todesurteile vollstreckt (so ai im Pressestatement).
Amnesty International verweist im neuen Bericht auf Ihre so genannten Eilaktionen (26 Mal in 2006). Außerdem veröffentlicht ai für 299 vorherige Eilaktionen im neuen Bericht weitere Informationen. In etwa 40 Prozent dieser Fälle waren es gute Berichte: Politische Gefangene wurden freigelassen, Folterungen eingestellt, Todesurteile aufgehoben, und weitere Vergehen gegen die internationalen Menschenrechte konnten verhindert werden.
Ein durchaus lesenswerter Bericht. Diese Informationen von ai sollte man als politisch interessierter Bürger zur Kenntnis nehmen, wenn man sich wirklich eingehend informieren will, denn alle Seiten sollten Gehör finden - nur so ist man in der Lage, sich eine umfassende Meinung über die heutige Zeit und den Zustand der Welt zu bilden.
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 16. Juli 2006 |
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